Recht bei Kauf & Versand

Bestellung aus dem Ausland

Die Bestellung beim Modeversand aus dem Ausland wird immer beliebter. Beachtet werden sollte dabei aber, ob der Versandhändler seinen Sitz in Europa hat oder woanders. Ab Juni 2014 gelten für Europa einheitliche Bedingungen für Widerruf und Rücksendungen. Damit gestaltet sich der Einkauf beim Modeversand in Belgien oder Österreich als nicht nur einfacher, sondern zugleich auch sicherer. Anders sieht das in Asien aus. Hier drängen derzeit vermehrt viele Modeversandhäuser mit großen und vor allem billigen Angeboten auf den europäischen Markt. Häufig klagen Kunden dabei über falsche Größen und einem völligen Unterschied zur Katalogabbildung. Zwar räumen viele Modehändler aus Asien eine Rückgabe ein, doch aufgrund der enorm hohen Kosten lohnt sich das meistens nicht. Ein weiteres Problem sind Zoll und Versandkosten. Was im Katalog auf den ersten Blick noch günstig erscheint, wird meistens zu einem teuren Spaß, wenn Versand- und Zollgebühren noch hinzukommen. Für diesen Preis hätten Sie auch ein vom Katalogbild her vergleichbaren Modeartikel beim Modeversand in Deutschland bekommen können. Hinsichtlich der Qualität sind gerade Modeprodukte aus Asien vielfach nicht mit den europäischen Waren vergleichbar. Meistens handelt es sich bei den Angeboten um Produkte für den asiatischen Markt. Dabei ist die Verarbeitung nicht immer so, wie es sich europäische Kunden wünschen. Eine weitere Frage ist, wie weit die Materialien belastet sind. Wir können Ihnen, möchten Sie schlechte Erfahrungen vermeiden, nur zu einer Bestellung beim Modeversand in Deutschland oder Europa raten.

Modeversand Amerika

Anders sieht das beim Modeversand in Amerika aus. Sehr bleibt vor allem bei bestimmten Schuhen, die häufig nur über diesen Weg bezogen werden können. Probleme gibt es dabei in der Regel kaum. Allerdings sollte immer ein Blick auf die Versandkonditionen und die Rückgabemöglichkeiten geworden werden. Nicht zu vergessen sind auch die anfallenden Zollkosten, die viele schon verzweifeln ließen. Einen kurzen Blick dazu finden Sie im nächsten Absatz.

Nicht vergessen
Wer Mode aus Asien oder den USA bestellt sollte dabei unbedingt auch lange Lieferzeiten einkalkulieren. Eine Lieferung innert weniger Tagen oder sogar im 24/48 Stunden Service ist nicht möglich. Durchschnittlich vergehen 2 – 3 Wochen. Aber auch Lieferzeiten von mehr als 4 oder 6 Wochen sind durchaus gängig.

Zollgebühren – Mehrwertsteuer: Europa/weltweit

Wer beim Modeversand in Europa bestellt, muss sich um die Zollgebühren keine Sorge machen. Diese fallen inkl. Einfuhrumsatzsteuer nicht an. Anders ist das jedoch bei einer Bestellung in Asien oder den USA. Für alle Länder, die nicht in der EU Mitglied sind, existiert eine Zollfreigrenze von 22 Euro. Meistens wird diese Freigrenze individuell vom Zoll bis zu 26 Euro ausgeweitet. Dabei wird nicht nur der reine Warenwert beachtet, sondern auch die Versandkosten. Beides zusammen ergibt den maßgeblichen Wert für die Zollberechnung. Eine Ausnahme besteht aber dann, wenn es sich um eine Geschenksendung handelt. Diese ist bis zu einem Wert von 45 Euro frei.

Merke: Als Faustregel gilt
Warenwert + Versandkosten * Zoll * Einfuhrumsatzsteuer

Modeversand: 22 – 150 Euro
Steigt also der Warenwert auf über 22 Euro an, ist die Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten. Liegt der Wert noch unter 150 Euro fällt keine Zollgebühr an.

Modeversand: ab 150 Euro
Ab 150 Euro müssen nicht nur Einfuhrumsatzsteuer, sondern auch Zollgebühren entrichtet werden. Die Zollgebühren sind dabei abhängig vom Produkt.

Unser Tipp
Wer über die Grenzen kommt, sollte die Bestellung unter Umständen aufteilen, um so beim Zoll sparen zu können. Jedoch ist das immer eine reine Rechenfrage und auch abhängig davon, welche Versandkosten der ausländische Modeversand in Rechnung stellen wird.

Einfuhrabgabesätze – Zollgebühren

Ein paar kurze Beispiel für Modeartikel und den Einfuhrabgabesätzen führen wir nachfolgend auf. Wichtig ist immer die Produktart. Der Zoll hat dafür einen umfangreichen Katalog, in der jeder Artikel aufgeführt ist.

Bei Bekleidung aus Leder wird zum Beispiel ein Zollsatz von 4 Prozent erhoben (+ Einfuhrumsatzsteuer 19 %). Ist die Bekleidung hingegen aus Textilien bestehend, liegt der Zollsatz bereits bei 12 Prozent (+Einfuhrumsatzsteuer 19 %). Schuhe mit Oberteil aus Leder kommen auf einen Zollsatz von 8 Prozent. Andere Materialien bei Schuhen werden mit 16,8 – 17 Prozent bemessen. Handtaschen hingegen unterliegen einer Zollgebühr von 3 bis 9,7 Prozent. Kosmetikprodukte dagegen nur von 0 bis 6,5 Prozent.

(Bild: sussitz  / pixelio.de)

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